TEXT: vorwort der schweizer ausgabe von "wanderung mit den genossen"
Wir teilen hier das abgetippte Vorwort der ersten (leicht gekürzten) Schweizer Ausgabe von *Wanderung mit den Genossen* von Arundhati Roy, auf dass wir unsere Rede bei der Indienversammlung basiert haben. Die Autorin, die eine wichtige Aktivistin für Grundrechte in Indien ist, begibt sich in diesem Buch in die Zonen der neuen Arbeiter- und Bauernmacht Indiens, und lernt dort die Hoffnungen und Lebensrealitäten der Genossen vor Ort kennen. Wir hoffen die Genossen die diese Übersetzung unternommen haben sie bald weiter verbreiten können, denn, wie gesagt, es handelt sich hier um ein sehr wichtiges Buch um die Revolution in Indien, und somit auch die proletarische Weltrevolution, zu verstehen.
VORWORT ZUR ERSTEN SCHWEIZERISCHEN AUSGABE
Mai 2025
Alle Reaktionäre versuchen, die Revolution durch Massenmord auszulöschen, weil sie denken, dass die Revolution umso schwächer wird, je mehr sie massakrieren. Aber im Gegensatz zu diesem reaktionären Wunschdenken ist es eine Tatsache, dass die Revolution umso stärker wird, je mehr die Reaktionäre zu Massakern greifen, und je näher die Reaktionäre ihrem Untergang entgegengehen. Dies ist ein unerbittliches Gesetz.
Ansprache bei einem Gedenktreffen für Märtyrer der chinesischen Revolution
17. Juni 1945
Naxalbari lebt weiter und wird weiterleben, weil es sich auf den unbesiegbaren Marxismus-Leninismus-Mao Zedongs Denken stützt. Wir wissen, dass wir auf unserem Weg vorwärts auf viele Hindernisse, viele Schwierigkeiten, viele Verratshandlungen und viele Rückschläge stossen werden. Aber Naxalbari wird niemals sterben, weil das helle Sonnenlicht des Denken des Vorsitzenden Mao Zedong wie ein Segen auf es gefallen ist. [...] Naxalbari ist nicht tot, und es wird auch nie sterben.
Es leben die heldenhaften Bauern von Naxalbari!
Juli 1971-Januar 1972
[...] Einige Personen, auch solche, die sich selbst als ‹Kommunisten› bezeichnen, haben eine defätistische Haltung gegenüber dem Volkskrieg in Indien. Einigen anderen fehlt das Vertrauen in seinen Sieg. Ihnen fehlt das grundlegende marxistische Verständnis, dass der Imperialismus und das halbkoloniale und halbfeudale indische Gesellschaftssystem, das in seinem Dienst steht, im Niedergang begriffen sind, und dass der Volkskrieg, der in Indien als Teil der sozialistischen Weltrevolution geführt wird, aus ihren Rissen entspringt. Das liegt daran, dass es diesen Menschen an einer dialektisch-historisch-materialistischen Sichtweise der Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung fehlt. Sie verstehen die Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung nicht. Sie analysieren und verstehen die Verhältnisse auf eine metaphysische Weise. Sie sehen nur die Probleme, Schwierigkeiten und Verluste der revolutionären Bewegung unter den gegenwärtigen Bedingungen. Sie halten das gegenwärtige Kräftegleichgewicht zwischen Feind und Volk für dauerhaft und unveränderlich. Sie berücksichtigen nicht die Möglichkeiten, aus der objektiven revolutionären Situation, den Schwächen des Feindes, den Widersprüchen zwischen den gegnerischen Klassen und der Praxis der revolutionären Kräfte verstärkt wertvolle Lehren zu ziehen. Sie haben kein Vertrauen in die Eigenschaften der gegenwärtigen Epoche des Imperialismus und der Revolution und in die revolutionäre Natur des Volkes. Sie verstehen nicht oder leugnen ganz und gar, dass sich das Kräfteverhältnis zwischen dem Feind und dem Volk durch die bewussten Anstrengungen der revolutionären Kräfte und der revolutionären politischen Partei verändert und weiter verändern wird, indem sie entsprechend den konkreten Bedingungen planvoll taktieren und ihre Niederlagen und Rückschläge überwinden. Es fehlt ihnen der Glaube an das Volk, die eigentliche Triebkraft der Weltgeschichte, an die fortschrittlichste und wissenschaftlichste Theorie der Welt, den Marxismus-Leninismus-Maoismus (den Marxismus von heute), und sogar an sich selbst. Sie glauben, dass die Feinde der breiten Massen stark und unbesiegbar sind. Solche Menschen züchten Defätismus. Sie wissen sicher, dass es nicht nur in unserem Land und in unserer Partei, sondern auch in vielen anderen Ländern und Parteien auf der ganzen Welt defätistische Haltungen gibt.
Wir sind fest davon überzeugt, dass der Volkskrieg in Indien unter der Führung unserer Theorie des Marxismus-Leninismus-Maoismus siegen wird. [...]
Interview mit dem ausländischen Korrespondenten Alf Brennan
Dezember 2022
Während die Augen der Welt auf Palästina und die Ukraine gerichtet sind, wird anderswo ein tödlicher, geradezu völkermörderischer Vernichtungskrieg geführt — und zwar von einer Regierung gegen ihr ‹eigenes› Volk.
Seit Januar 2024 führt der indische Staat eine als ‹Operation Kagar› bekannte Offensive gegen die Bevölkerung des Dandakaranya-Waldes durch. Dieser Wald erstreckt sich über rund 92’200 Quadratkilometer — was mehr als doppelt so gross ist wie die Schweiz — und durchkreuzt die Bundesstaaten Chhattisgarh, Telangana, Bastar, Andhra Pradesh, Maharashtra und Odisha. Dandakarnya ist seit eh und je ein Stützpunktgebiet der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten), deren Mitglieder oft als ‹Naxaliten› bezeichnet werden — der Partei, die die indischen Arbeiter, Bauern und die Urbevölkerung in einem revolutionären Krieg gegen die Regierung anführt.
Die Operation Kagar ist nur der jüngste Schritt in einem langwierigen Vernichtungskrieg, der seit 1967 gegen die Naxaliten geführt wird, als sie ihren Namen durch einen Aufstand von geknechteten Bauern im Dorf Naxalbari in Westbengalen erhielten. Seitdem werden die Kommunisten sowie die arbeitende und indigene Bevölkerung Indiens unter ihrer Führung mit aller Schärfe verfolgt und bekämpft. Ihr ‹Verbrechen›? Zu den Waffen gegriffen zu haben, um die Schuldsklaverei der Grossgrundbesitzer und Banken, den Landraub durch Bergbau- und Holzfällerunternehmen sowie ein Kastensystem, das Hunderte von Millionen Menschen zu ewiger Knechtschaft und Paria-Status verurteilt, abzuschaffen. Sie kämpfen gegen starre Geschlechterrollen, die es erlauben, dass Frauen bei lebendigem Leib auf den Scheiterhaufen ihrer Ehemänner verbrannt werden, und die es queeren Menschen verbieten, sich irgendwo anders als auf Friedhöfen niederzulassen. Sie kämpfen auch gegen das ‹jus primae noctis›, das ‹Recht› der ländlichen Aristokraten, ihre weiblichen Leibeigenen am ersten Tag nach ihrer Hochzeit zu vergewaltigen.
Oft wird behauptet, Indien sei ‹die grösste Demokratie der Welt›. Auf eine bestimmte Art stimmt das so sogar. — Indien ist nämlich genauso die grösste Demokratie der Welt, wie das antike Athen die erste Demokratie der Welt war. Im antiken Griechenland hatten nur sklavenhaltende Männer das Wahlrecht, während Sklaven, einfache Bürger, Frauen und Ausländer aller Bürgerrechte beraubt und wie Dreck behandelt waren. Auch im modernen Indien bedeutet Demokratie lediglich Demokratie für die herrschenden Klassen und Diktatur für das arbeitende Volk.
Obwohl 79,8 % der indischen Bevölkerung Hindus und nur 14,2 % Muslime sind, stellen letztere mit 200 Millionen Menschen die drittgrösste Anzahl von Muslimen in einem Land der Welt. Nach dem indischen Staatsbürgerschaftsgesetz von 2019 sind jedoch Nachkommen von Muslimen von der Erlangung der indischen Staatsbürgerschaft ausgeschlossen, und Hunderte von Millionen einheimischer indischer Muslime ohne ordnungsgemässe Papiere laufen Gefahr, ihre Staatsbürgerschaft dauerhaft zu verlieren und zu Staatenlosen ohne Bürgerrechte zu werden.
Darüber hinaus werden antimuslimische Pogrome von der regierenden Indischen Volkspartei (BJP) — deren Führer Narendra Modi als Ministerpräsident des Bundesstaates Gujarat die Aufsicht über die Pogrome von 2002 hatte, die zum Tod von Tausenden von Muslimen führten — zugelassen, gefördert und sogar direkt inszeniert.
Die Kontrolle der Massenmedien, Korruption, Wahlbetrug, Einschüchterung der Wähler und andere Methoden ermöglichen es den indischen Kapitalisten und Grossgrundbesitzern, den beiden herrschenden Klassen des Landes, die Ergebnisse sämtlicher Wahlen zu steuern, ganz zu schweigen von den Institutionen der Regierung, des Parlaments, der Justiz und so weiter.
Die Regierungspartei BJP ist eine waschechte Neonazi-Partei. Offiziell vertritt sie die Ideologie der Hindutva, das heisst des ‹Hindu-Nationalismus› — die Idee der Existenz einer sogenannten indischen Nationalität, die nur aus Hindi sprechenden Hindus besteht, wobei alle anderen Nationalitäten und Religionsgemeinschaften im Land entweder gewaltsam in die ‹Volksgemeinschaft› assimiliert, aus dem Land vertrieben oder ausgerottet werden müssen. Diese Ideologie hat zu unzähligen Pogromen, Zerstörungen religiöser und nationaler Stätten, der Verabschiedung faschistischer Gesetze und vielem weiterem geführt. (Ein Beispiel solcher faschistischer Gesetze sind unter anderem das kürzlich erlassene Konkubinatsverbot, wonach alle romantischen Partnerschaften bei offiziell anerkannten religiösen Hindu-Behörden registriert werden müssen, oder Gesetze, um die Verbrennung von lebenden Frauen auf den Scheiterhaufen ihrer verstorbenen Ehemänner zu erlauben).
Die BJP ist der politische Flügel des Reichsfreiwilligenbund (RSS), einer paramilitärischen Organisation, die 1925 mit dem Ziel gegründet wurde, die britische Kolonialherrschaft, die Vorherrschaft der Hindus und das Kastensystem zu stärken. Als Indien 1947 seine Unabhängigkeit erlangte, lehnte der RSS die Verabschiedung der Verfassung ab und befürwortete stattdessen ein Rechtssystem, das auf dem hinduistischen Religionsrecht basiert. Der zweite Sarsanghchalak (Führer) der RSS, M.S. Golwakar, schrieb 1939 in einem Buch mit dem Titel Wir: Definition unseres Volkscharakters dass Indiens nationale Minderheiten und Religionsgemeinschaften ‹wie die Juden in Deutschland› behandelt werden sollten. Die RSS nahm diplomatische Beziehungen zu Nazideutschland auf und orientierte sich am Vorbild der faschistischen Schutzstaffel (SS). Narendra Modi, der derzeitige indische Premierminister, wurde im Alter von acht Jahren selbst Kindersoldat (‹Juniorkadett›) im Reichsfreiwilligenbund.
Die BJP und die RSS sowie die Hindutva-Ideologie in ihrer Gesamtheit beruhen auf demselben Konzept der ‹arischen Herrenrasse› wie der Faschismus der Nazis. Die Hindi-Nationalität gehört zusammen mit der iranischen Nationalität zum ‹arischen› (heute als ‹indo-iranisch› bezeichneten) Zweig der indoeuropäischen Völker, weshalb die Führung des nationalsozialistischen Deutschlands, insbesondere Heinrich Himmler, an Bündnissen mit iranischen und indischen faschistischen Organisationen interessiert war. Durch die direkte Zusammenarbeit mit Nazi-Deutschland und den direkten Import des Konzepts der ‹arischen Herrenrasse› von dort nach Indien entstand die Ideologie der Hindutva in ihrer heutigen Form — deshalb bezeichnen wir die indische Regierung als neonazistisch. Hindutva behauptet lediglich, dass das Hindi-Volk und nicht das deutsche Volk diese so genannte ‹Herrenrasse› ausmacht.
Doch was ist die ‹Hindu-Volksgemeinschaft›, die BJP, RSS und Modi so eifrig beschützen und fördern wollen und die die Naxaliten so vehement ablehnen? Laut der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten):
Man hat uns immer glauben gemacht, dass unser Land 1947 unabhängig wurde. Die verhasste Kolonialherrschaft wurde damals zwar beendet , aber das Elend unseres Lebens konfrontiert uns mit einer bitteren Wahrheit: Die ausländischen Herrscher sind nur hinter einen Vorhang getreten. Alle lebenswichtigen Dinge sind immer noch in ihren Händen. Wir sehen ihre Präsenz in den riesigen multinationalen Unternehmen, die kommen, um unsere Arbeitskraft auszubeuten und unsere Ressourcen zu plündern, und in dem geringen Wert, den sie unserem Leben beimessen, wie die mörderische Chemiekatastrophe in Bhopal zeigt. Wir sehen es an der Kontrolle, die ausländische Mächte auf tausendundeine Weise über unser ganzes Land haben. Wir sehen es an der aggressiven Förderung des Konsumdenkens und des zügellosen Individualismus. Wir erleben es in der Verbreitung ihrer dekadenten Werte und der Verachtung, die sie für unsere vielfältigen Lebensweisen und Kulturen aufbringen. Wir spüren ihr erdrückendes Gewicht in der katastrophalen Wirtschaftspolitik, die sie durch Einrichtungen wie den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank und die Welthandelsorganisation durchsetzen; eine Politik, die Menschen entwurzelt, neue Fesseln der Abhängigkeit schafft und Luft, Wasser und Erde verschmutzt. Wir sehen ihre finsteren Hände in der Bewaffnung und Schulung des indischen Staates für seinen konterrevolutionären ‹Krieg gegen das Volk›, der gegen den agrarrevolutionären Krieg geführt wird. Das ist der Imperialismus — einer der grossen Berge, die auf uns lasten.
Es gibt zwei weitere Berge.
Die Machthaber erzählen uns, dass wir schnell zu Datenautobahnen, Hochgeschwindigkeitszügen, Hightech-Städten und dergleichen voranschreiten. Sie hören gar nicht mehr auf zu reden. Aber seht euch um! Seht euch euer Leben an! Warum lasten trotz all dieser Geräte, Smartphones, Kabelfernseher, Motorräder und schrillen Kleider die Ketten der festgefahrenen Tradition so schwer auf euch? Warum beanspruchen die alten und neuen Grundbesitzer und die gierigen Kreditgeber immer noch den Grossteil des Überschusses der Bauern? Warum sind ihre Wünsche unantastbar, ist ihr Wort Gesetz, obwohl wir doch alle gleich sein sollten? Warum ist der Grossteil des Grund und Bodens immer noch in den Händen einiger weniger, während die überwiegende Mehrheit ein karges Leben führt, indem sie entweder ihre Arbeitskraft verkauft oder sich auf Stückchen Land abrackert? Warum werden Frauen durch widerwärtige Bräuche gefesselt? Warum werden die Unberührbaren immer noch ausgeplündert? Warum werden die Stammesvölker verachtet? Warum dieses lächerliche Spektakel brahmanischer Rituale, mit denen der Start von High-Tech- Raumschiffen angekündigt wird? Warum existiert das menschenverachtende Kastensystem immer noch? Es gibt viele Veränderungen, viele neue Dinge, die es vorher nicht gegeben hat, aber die uralten Strukturen und Werte des Kastensystems, des Patriarchats und des Grossgrundbesitzertums sind immer noch vorhanden. Das ist der Feudalismus, der untrennbar mit dem Kastensystem verbunden ist und der einen weiteren grossen, uns erdrückenden Berg darstellt.
In der Tat geben die Machthaber zuweilen zu, dass es noch Spuren des Alten gibt. Aber sie lenken unseren Blick auf die glitzernden, schnell wachsenden Städte, die riesigen Fabriken und die grossen Unternehmen, von denen sich einige sogar ins Ausland ausgebreitet haben. Schön und gut, aber das wisst ihr ja alle schon. Habt ihr nicht etwa unter eben ihnen gelitten, habt ihr nicht im Elend der Slums gelebt und geschuftet, inmitten dieser glitzernden Städte? Kennt ihr diese Unternehmen nicht schon von ihrem Landraub, ihrer Plünderung von Rohstoffen und ihrer Gier, die euch vom Land eurer Vorfahren vertrieben hat? Kennt ihr nicht ihre räuberische Ausbeutung, habt ihr nicht erlebt, wie sie euch eure Grundrechte verweigern, und seid ihr nicht Zeuge ihrer mörderischen Angriffe auf diejenigen geworden, die diese Rechte einfordern? Aber das ist noch nicht alles. Es handelt sich bei ihnen zwar zweifelsohne um Grosskapitalisten, doch trotz all ihrer Anmassungen sind sie nur Diener ausländischer Interessen, der Imperialisten. Sie wurden als Auftragsvermittler der Kolonialherren geboren und waren in allen Aspekten ihrer Existenz und ihres Wachstums immer von ihnen abhängig. Sie leben von dieser Abhängigkeit. Sie verkaufen unser Land, sein Volk und seine Ressourcen an ausländische Plünderer. Und in ihrem Innersten bewahren sie die fundamentalistischen hinduistischen Feudalwerte, ganz gleich, wie modern die Technologie ist, die sie nutzen. Von ihrer Geburt an sind sie mit dem Feudalismus verknüpft geblieben. Sie sind die kompradorisch-bürokratischen Kapitalisten, die den bürokratischen Kapitalismus repräsentieren — ein weiterer grosser Berg, der auf uns lastet.
Das sind die drei grossen Berge, die auf uns lasten. Sie schnüren uns den Atem ab und brechen uns das Genick. Sie hemmen jede Form von Entwicklung und Fortschritt in unserem Land.Um unser Schicksal selbst in die Hände zu nehmen, um für Freiheit aufzustehen, um die frische Luft der Demokratie und der Gleichheit zu atmen, um die Früchte unserer Arbeit zu geniessen, um die Luft, das Wasser und die Erde wieder sauber zu machen, um die Gesellschaft von den Übeln des Kastensystems, des Patriarchats und der sektiererischen Gewalt zu befreien und um den religiösen Hindu-Fundamentalismus zu überwinden, der den Kern all dessen bildet, was in Indien reaktionär ist — ja, um als menschliche Wesen zu leben —, müssen wir sie stürzen. Das ist es, wofür wir kämpfen. Das ist der Sinn der neudemokratischen Revolution, die wir durchführen. Diese Revolution wird die nationale Unabhängigkeit bringen, die imperialistische Sklaverei, Ausbeutung und Kontrolle beseitigen, eine Volksdemokratie errichten und die feudale Autokratie beseitigen. Sie wird die Herrschaft der Arbeiter, Bauern, städtischen Kleinbürger und der unteren Mittelbourgeoisie unter der Führung der Arbeiterklasse errichten. Der neudemokratische Staat wird das Recht auf nationale Selbstbestimmung unmissverständlich anerkennen, einschliesslich des Rechts der Nationalitäten, sich von Indien abzuspalten.1
Wenn die Partei von imperialistischer Kontrolle, Ausbeutung und Unterdrückung der halbkolonialen indischen Gesellschaft spricht, meint sie damit auch den Schweizer Imperialismus. Wie Lenin betonte:
[...] Die imperialistischen Interessen lassen sich, wie allgemein bekannt, nicht nur durch territoriale Erwerbungen wahrmachen, sondern auch durch finanzielle. Die schweizerische Bourgeoisie exportiert — das darf nicht übersehen werden — [...] Kapital, beutet also zurückgebliebene Völker imperialistisch aus. Das ist Tatsache. Tatsache ist auch, dass das schweizerische Bankkapital in innigster Verbindung und Verflechtung mit dem Bankkapital der Grossmächte steht, dass die ‹Fremdenindustrie› in der Schweiz und so weiter die ständige Teilung des imperialistischen Reichtums zwischen den Grossmächten und der Schweiz bedeutet. [...]2
Indien gehört zu den Hauptgegenständen der imperialistischen Ausbeutung von rückständigen Ländern durch die Schweiz. Im Jahr 2022 beliefen sich die Schweizer Direktinvestitionen in Indien auf 8'116'000'000 Schweizer Franken, wobei die Tendenz seit 2014 stetig steigend ist. Im Jahr 2021 rangierte die Schweiz mit einem Kapitalstock von insgesamt 35'000'000'000 USD — davon 7'400'000'000 CHF im Besitz der Schweizerischen Nationalbank, also des Staatsmonopolkapitals — auf Platz sieben der wichtigsten ausländischen Direktinvestoren in Indien, was den Schweizer Imperialismus zu einem der sieben grössten Ausbeuter des indischen Volkes macht. Über 330 Schweizer Unternehmen sind derzeit in Indien tätig, wo sie rund 166'000 Arbeiter direkt ausbeuten. Darüber hinaus hat der Schweizer Imperialismus 2025 ein Freihandelsabkommen mit Indien unterzeichnet, das Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (TEPA), das eine noch unverhülltere direkte Ausbeutung des indischen Volkes durch die Schweizer Kapitalisten ermöglichen wird. Mit anderen Worten: Der Schweizer Imperialismus ist einer der grössten Feinde des indischen Volkes und seiner Revolution.3
Das bedeutet nicht nur, dass die Schweizer Arbeiter und das indische Volk denselben Ausbeuter und Unterdrücker haben, sondern auch, dass die Schläge, die sie in ihren jeweiligen Kämpfen gegen diesen Feind austeilen, einander gegenseitig helfen und unterstützen, indem der gemeinsame Feind geschwächt wird. Mit anderen Worten: Wenn die Naxaliten Bergbaumaschinen zerstören, die Glencore gehören, oder eine Massenkampagne durchführen, um die Abhängigkeit von Nestlés gefährlicher Babynahrung zu verringern, wird der Schweizer Imperialismus, der uns in unserem Land ausbeutet und unterdrückt, geschwächt, was unseren Kampf hier erleichtert; und wenn wir in Zukunft unsere eigenen revolutionären Kämpfe gegen den Schweizer Imperialismus führen, wird auch dies dessen Würgegriff auf das indische Volk schwächen und zum Sieg der indischen Revolution beitragen. Mit anderen Worten, es gilt die Parole: Solidarität ist immer konkret. Oder, wie Lenin es ausdrückte:
[…] Es gibt nur einen wirklichen Internationalismus: die hingebungsvolle Arbeit an der Entwicklung der revolutionären Bewegung und des revolutionären Kampfes im eigenen Lande, die Unterstützung (durch Propaganda, durch moralische und materielle Hilfe) eben eines solchen Kampfes, eben einer solchen Linie und nur einer solchen allein in ausnahmslos allen Ländern.4
In ihrem Bestreben, die indische Revolution zu zerschlagen, haben die Neonazis und ihre imperialistischen Unterstützer ihre Operation Kagar gegen das indische Volk entfesselt — die jüngste in einer langen Liste von Militäroperationen, die den Volkskrieg vernichten sollen. 70'000 Soldaten und Hunderttausende von paramilitärischen Contras wurden für diesen Kampf mobilisiert, diese ‹Endlösung› oder ‹Entscheidungsschlacht› von Modis ‹antibolschewistischem Kreuzzug›. Doch selbst Hitlers Blitzkrieg an der Ostfront hatte ein Ende. Dandakaranya wird Modis Stalingrad werden.
Auf Anraten ihrer amerikanischen und zionistischen Berater arbeiten die indischen Reaktionäre seit langem an der Aufstellung von Contras, konterrevolutionären Todesschwadronen, für die sie Bauern entweder mit Gewalt oder durch Bestechung rekrutieren und sie unter das Kommando von verwöhnten Söhnen von Grossgrundbesitzern und anderen Verdorbenen, Kriminellen, Vergewaltigern, Spitzeln und so weiter stellen, die zuvor durch den Volkskrieg entmachtet worden sind. Dann lassen sie diese Contras auf das Volk los und lassen sie plündern, vergewaltigen und morden, was das Zeug hält. Die japanischen Imperialisten taten dies im zweiten Weltkrieg, während ihrer Invasion Chinas und die US-Imperialisten bildeten solche Contras im Vietnamkrieg, aber auch bekannterweise in Lateinamerika (wo das Wort ‹Contra› selbst herkommt). Das Konzept wurde von den USA unter anderem auch nach Peru exportiert, um dort einen Volkskrieg zu bekämpfen. Die indischen Kontras haben sich in ihrem Krieg gegen das Volk das alte Motto der damaligen japanischen Marionettentruppen zu eigen gemacht: ‹Alles töten, alles verbrennen, alles plündern›. Diese Politik ist als ‹Safran-Terror› bekannt geworden, da Safran die Farbe des Hindutva-Neonazismus ist.
Neben den Contras errichten die Reaktionäre auch «strategische Wehrdörfer» — ländliche Ghettos, die von den Amis in Vietnam nach dem Vorbild der nazifaschistischen Ghettos im besetzten Osteuropa und der britischen Kolonialkriege erfunden wurden —, in denen sie die gesamte Landbevölkerung gewaltsam konzentrieren. Sie kesseln die ‹Wehrdörfer› mit Stacheldraht und Zivilpolizei ein und hindern die Bevölkerung am Zugang zu ihrem Land. So zwingen sie die Menschen, bei subunternehmerkapitalistischen Bergbau- und Bauunternehmen oder bei den Contras als Kanonenfutter gegen den Volkskrieg tätig zu werden. Währenddessen erklären die Reaktionäre die ländlichen Gebiete ausserhalb dieser Freiluft-Konzentrationslager zu ‹Freischusszonen› und verurteilen jeden Bauern, der sein Land bestellt, oder jeden Jäger und Sammler, der seinen Lebensunterhalt sucht, zum Tode — nur weil er existiert. So sehen ‹Freihandel›, ‹Urbanisierung›, ‹ländliche Entwicklung›, ‹Terrorismusbekämpfung› und ‹Aufstandsbekämpfung› in Indien aus.
Nimmt man noch den Einsatz von wärmesuchenden Drohnen hinzu, die jeden bei Sichtkontakt erschiessen, wahllose Luftangriffe auf weite ländliche Gebiete, absichtliche Abholzung und Verschmutzung von Seen und Flüssen sowie Gerüchte über den Einsatz von Napalm und weissem Phosphor, um ‹die Erde zu versalzen›, ergibt sich ein Bild des Krieges der indischen Regierung gegen das Volk — ein wirklich verstörender, völkermörderischer Vernichtungskrieg, der von einer Neonazi-Regierung mit der Unterstützung der Schweiz und anderer ‹zivilisierter› imperialistischer Länder der ‹internationalen Gemeinschaft› geführt wird, während die kapitalistischen Medien fröhlich wegschauen, während Zehntausende im Dienste des Kapitals ermordet werden.
Heute steht der Volkskrieg in Indien vor gewaltigen Herausforderungen und Schwierigkeiten. Diese vorübergehenden Niederlagen werden sich jedoch zweifellos als Vorspiel für den Sieg der Revolution im ganzen Land entpuppen. Die indische Revolution hat viele zeitweilige Niederlagen erlitten, aber der Volkskrieg hat seit seinem Beginn im Jahr 1967 keinen einzigen Moment aufgehört, und selbst wenn er für eine kürzere oder längere Zeit aufhören würde, wäre das nur eine vorübergehende Abzweigung, eine von vielen Wendungen auf dem langen Weg zur Befreiung, den die gesamte Menschheit zurücklegt und notwendigerweise zurücklegen wird, bis wir unser Endziel erreichen: die klassenlose Gesellschaft, den Kommunismus.
Es gibt nichts, absolut nichts, was den Vormarsch eines Volkskrieges aufhalten kann, der von den Massen der Arbeitenden unterstützt wird. Denn während die Ausbeuter und Unterdrücker darauf angewiesen sind, dass das Volk lebt, mindestens solange es arbeiten kann, ist das arbeitende Volk nicht darauf angewiesen ausgebeutet und unterdrückt zu werden. Das arbeitende Volk kann und wird jede Taktik, jede Strategie und jede Methode ausprobieren, bis es den Sieg in seinem grenzenlosen Kampf erringt und seine Ausbeuter und Unterdrücker für immer beseitigt. Völkermord und die heimtückische Ermordung von revolutionären Anführern sind die einzigen ‹Wunderwaffen› im Arsenal der Reaktionäre, und selbst diese führen eher zu noch mehr Wut und Empörung im Volk, während sie die Flut der Revolution nur vorübergehend aufhalten. Gegen einen echten Volkskrieg, wie ihn die Kommunistische Partei Indiens (Maoisten) führt, kann man nichts ausrichten. Mit den Worten des Vorsitzenden Mao:
[…] Unzählige Fakten beweisen, dass eine gerechte Sache viel Unterstützung erfährt, während eine ungerechte Sache kaum Unterstützung findet. Ein schwaches Volk kann ein starkes besiegen, und ein kleines Volk kann ein grosses besiegen. Das Volk eines kleinen Landes kann durchaus die Aggression eines grossen Landes besiegen, wenn es nur den Mut hat, sich zum Kampf zu erheben, den Mut, zu den Waffen zu greifen, und den Mut, das Schicksal seines Landes in die eigenen Hände zu nehmen. Das ist ein geschichtliches Gesetz.5
Indien erlangte seine formelle Unabhängigkeit im Jahr 1947. Die chinesische Volksrevolution, die 1924 begann, endete 1949. Indien und China sind beides riesige Länder in Asien mit der grössten beziehungsweise zweitgrössten Bevölkerung der Welt — beide haben rund anderthalb Milliarden Menschen. Als China jedoch 1949 unabhängig wurde, stand es unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas, die seit 1924 wie heute in Indien einen Volkskrieg geführt hatte. China wurde vom Imperialismus unabhängig, unternahm eine echte Landreform, um den Feudalismus zu beenden, verstaatlichte alle Subunternehmerbetriebe im Land und schlug den Weg der sozialistischen Revolution und des sozialistischen Aufbaus ein. Indien hingegen ging von einer kolonialen zu einer halbkolonialen Gesellschaft über, blieb halbfeudal, behielt den Subunternehmerkapitalismus bei und blieb unter der Klassendiktatur der Grossgrundbesitzer und Grosskapitalisten. Heute ist China eine Supermacht. In weniger als 30 Jahren sozialistischer Entwicklung schuf China die sozioökonomische Grundlage, auf der die seit 1976 an der Macht sitzenden Revisionisten (sprich Pseudokommunisten) die riesige kapitalistische Weltmacht errichteten, die China heute ist — eine Kraft, mit der man auf jeden Fall rechnen muss. Währenddessen bleibt Indien ein reiches Land mit einem armen Volk, das unter internationaler imperialistischer Kontrolle steht und dessen Bevölkerung (insbesondere die nationalen und religiösen Minderheiten) unterdrückt wird, und zwar als Ergebnis der Fortsetzung von Halbkolonialismus, Halbfeudalismus und Subunternehmerkapitalismus. Ein kurzer Vergleich zwischen Indien und China beweist, dass Indien schon vor langer, langer Zeit hinter China zurückgeblieben ist, und zwar als direkte Folge davon, dass letzteres den sozialistischen Weg eingeschlagen hat und ersteres den Weg des Feudalismus weiter beschritt, der sich zu einer korrupten und verkümmerten Form des Kapitalismus unter imperialistischer Kontrolle entwickelt hat, ein Phänomen, das sich durch die Globalisierung in den letzten 30-50 Jahren nur verstärkt hat.
Die Kommunistische Partei Indiens (Maoisten) ist sich dieser historischen Wahrheit bewusst und hat daher den Weg des Volkskriegs eingeschlagen, um die demokratische Revolution in Indien zu vollenden und anschliessend den sozialistischen Weg einzuschlagen.
Aber China ist revisionistisch und kapitalistisch geworden, und heute unterdrückt und beutet es als imperialistische Supermacht sogar andere Länder aus, so wie andere Mächte einst China unterdrückten und ausbeuteten! Wird das Gleiche nicht auch mit Indien geschehen, sobald der Volkskrieg siegt?
Nein, in Indien wird es nicht so kommen, wie in China. Die Kommunistische Partei Indiens (Maoisten) weiss genau, warum der Kapitalismus in China wieder eingeführt wurde und wie das in Indien verhindert werden kann. Während der chinesischen Kulturrevolution (1966-76), dem ersten Versuch einer zweiten Revolution, die zu einer Zeit begann, als die Revisionisten die Macht in fast allen Institutionen der Volksrepublik China übernommen und bereits mit der Wiedereinführung des Kapitalismus begonnen hatten, wurden diese Revisionisten gestürzt und die Wiedereinführung des Kapitalismus wurde gestoppt. Erst der Tod des kommunistischen Anführers Mao Zedong, bestimmte taktische Fehler von ihm und seinen Genossen (die man erst im Rückblick erkennen konnte) und ein antikommunistischer Staatsstreich unter Führung von Revisionisten in der Armee führten dazu, dass die Kulturrevolution gestoppt und der Kapitalismus in China wiederhergestellt wurde. Wie alle anderen echten Kommunistischen Parteien der heutigen Zeit hat auch die Kommunistische Partei Indiens (Maoisten) Lehren aus dieser negativen historischen Erfahrung sowie aus der positiven historischen Erfahrung der chinesischen Kulturrevolution gezogen und ist zu dem Schluss gekommen: Sobald der Volkskrieg gesiegt hat, wird Indien den sozialistischen Weg einschlagen und frühstmöglich eine Kulturrevolutionen wie die in China durchführen, um sicherzustellen, dass Indien auf dem sozialistischen Weg bleibt und nicht wie China unsere Sache verrät. Die Partei schreibt dazu:
Die Wiedererrichtung des Kapitalismus nach dem konterrevolutionären Staatsstreich von 1976 unter der Führung von Hua Guofeng negiert keineswegs die historischen Lehren der grossen proletarischen Kulturrevolution; sie bestätigt vielmehr Maos Lehren, dass Klassen und Klassenwidersprüche während der gesamten historischen Periode der sozialistischen Gesellschaft wirksam bleiben und dass die Revolution unter der Diktatur des Proletariats fortgesetzt werden muss. Zweifellos muss die Fortsetzung der Revolution unter der Diktatur des Proletariats die unvermeidliche Aufgabe der arbeitenden Menschen der Welt sein, wenn sie die Bourgeoisie vollständig besiegen wollen.
[…]
Man kann also sagen, dass die grosse proletarische Kulturrevolution nicht nur ein ungeheuer wichtiger Beitrag zur Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus und deren Weiterentwicklung durch Mao darstellt, sondern auch eine Theorie von historischer Bedeutung, um die Restauration des Kapitalismus zu verhindern und um im Weltmassstab von der sozialistischen Gesellschaft zum Kommunismus vorzustossen.6
Vor diesem Hintergrund veröffentlichen wir hiermit die erste (leicht gekürzte und kontextualisierte) Schweizer Ausgabe von Arundhati Roys Buch ‹Wanderung mit den Genossen›. In diesem Werk beschreibt die nobelpreisnominierte Autorin auf wunderschöne Weise eine monatelange Reise in die von den Naxaliten kontrollierten Gebiete — den sogenannten Roten Korridor — im Jahr 2010, nahe dem bisherigen Höhepunkt der Entwicklung des Volkskriegs, und ihr Leben unter den Menschen und Soldaten, die jetzt in Indiens Schlacht von Stalingrad für ihr Leben und ihre Lebensweise kämpfen. Dieses Buch ist ein Muss für jeden revolutionären oder fortschrittlichen Menschen, der sich die Geburt einer neuen Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung wünscht, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die darin porträtierten Menschen, die weder dämonische Terroristen noch engelhafte Erlöser sind, sowohl die Architekten als auch die Erbauer dieser Welt sind, die gestern in Russland und China aufgebaut wurde, die heute in Indien und auf den Philippinen aufgebaut wird und die morgen in der Schweiz und dem Rest der Welt aufgebaut werden wird — wenn nur andere ihrem Beispiel folgen.
1Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten): Aufruf an das indische Volk (1. September 2014)
2Nikolaj Lenin: Der Schutz der Neutralität (January 1917)
3https://www.economiesuisse.ch/en/dossier-politics/swiss-direct-investment-india
4Nikolaj Lenin: Die Aufgaben des Proletariats in unserer Revolution (23. April 1917)
5Mao Zedong: Völker der Welt, vereint euch und besiegt die US-Aggressoren und alle ihre Lakaien! (20. Mai 1970)
6Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten): Haltet das grosse rote Banner des Marxismus-Leninismus-Maoismus hoch! (21. September 2004)